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Neujahrsansprache

des Vorsitzenden der EnergieAgentur Speyer-Neustadt/Südpfalz

 

 

Hans-Joachim Ritter

 

 

 

Informationsreise auf Einladung des CDU-MdB Dr. Thomas Gebhart. Mehr

 

 

Martin Brandl MdL informierte sich über die Energieberatungen der Energie-Agentur Speyer-Neustadt/Südpfalz im Rülzheimer Rathaus

 

 

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Martin Brandl MdL im Gespräch mit der EA-Energiemanagerin, Architektin und Energieberaterin Andrea Klein

 

 

Energieberatungen in Offenbach und Rülzheim

 

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Energieberatung

 

Ganzheitlich

kompetent

kostenlos

 

Die Gemeindewerke Rülzheim/Hördt und die EnergieAgentur Speyer Neustadt/Südpfalz bieten jeweils am letzten Donnerstag im Monat von 16.00 bis 19.00 Uhr, im Besprechungszimmer des Rathauses eine Energieberatung an. Die Beratung richtet sich an alle Bürgerinnen und Bürger der Ortsgemeinden Rülzheim, Hördt, Kuhardt und Leimersheim.

 

           

Unser Service als Ihr kommunaler Energieversorger im Bereich Energieberatung:

Zusammen mit der EnergieAgentur bieten wir Informationsmöglichkeiten zu Energieeinsparung, zum Einsatz von regenerativen Energietechniken - insbesondere bei Altbausanierungen - und Neubaumaßnahmen im Sinne einer energetisch ökologisch optimalen Bauweise an.

 

Nutzen Sie diesen kostenfreien Service der Gemeindewerke Rülzheim/Hördt und der Energie-Agentur Speyer-Neustadt/Südpfalz und vereinbaren Sie mit uns einen Termin. Sie erreichen uns unter folgenden Telefonnummern:

 

       07272/7002-1623 oder 07272/7002-1620

 

Kompetente Energieberater/innen nehmen sich jeweils ca. eine dreiviertel Stunde Zeit. Um eine gute Beratung vornehmen zu können, bringen Sie bitte nach Möglichkeit folgende Unterlagen mit: Fotos, Pläne, Wohnflächenberechnung, Berechnung (m³) des umbauten Raums Ihres Hauses sowie Verbrauchsrechnungen der letzten 3 Jahre (Wärme und Strom).

Die Energieberater:

   Bernd Dollt

Andrea-Klein

Petra Dingenotto

Klinkmüller Reinhard 0602 Rauhputz

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 Bernd Dollt

 

 Architekt

 Energieberater

 

Andrea Klein

 

Architektin

Energieberaterin

EA-Managerin

 

Petra Dingenotto

 

Architektin

Energieberaterin

R. Klinkmüller

 

Verband privater Bauherren

Energieberater

Hans Biehler

 

Energieberater

Unser Service ist für Sie kostenlos.

 

Gemeindewerke Rülzheim

 

Anton Rieder, 1. Ortsbeigeordneter

www.gemeindewerke-ruelzheim.de

EnergieAgentur Speyer-Neustadt/Südpfalz

 

Hans-Joachim Ritter, Vorsitzender

www.energieagentur-sp-nw-suedpfalz.de

 

 

 

INITIAL-VOR-ORT-ENERGIEBERATUNG in SPEYER

 

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Klimaschutzlogo der Stadt Speyer und der Stadtwerke Speyer GmbH

 

 

Unter dem Dach der EnergieAgentur Speyer-Neustadt/Südpfalz wird in Speyer eine Initial-vor-Ort-Energieberatung von 8 kompetenten Energieberaterinnen und Energieberatern angeboten

 

 

 

Abwasserwärme geht in Betrieb

 

 

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Am 25. Oktober nahm Margit Conrad, Ministerin für Umwelt, Forsten und Verbraucherschutz, im Beisein zahlreicher geladener Gäste die zukunftsweisende Wärmeversorgung der fünf Stadtvillen am Yachhafen-Süd in Speyer offiziell in Betrieb. Bei dem in Rheinland-Pfalz einzigartigen Leuchtturmprojekt realisierten die Stadtwerke Speyer die regenerative Energiegewinnung ausschließlich mit Abwasserwärme und Solarthermie. Auf konventionelle Energieträger wie Öl und Erdgas konnte völlig verzichtet werden.

Herzstück der Wärmeversorgung ist ein ca. 100 Meter langer „Edelstahlwärmeüberträger“ (Wärmetauscher), der in einen in der Nähe vorbeiführenden bestehenden Abwasserkanal (DN 1400) eingebracht wurde und über ein sog. „kaltes Nahwärmenetz“ fünf Wärmepumpen (je 40 kW) in den jeweiligen Häusern Energie für die Erzeugung von Heizwärme und Warmwasser bereitstellt. Die Nutzung von Abwasserwärme mittels Wärmepumpen bietet gegenüber anderen Medien (z. B. Grundwasser oder Luft) den entscheidenden Vorteil, dass die Wärmerpumpen ganzjährig mit einer deutlich höheren Quelltemperatur und damit effektiver arbeiten können als beispielsweise bei Luft oder Grundwasser. Auf Basis vor Ort durchgeführter Messungen weiß man, dass selbst in strengen Wintern die Abwassertemperatur den Schwankungsbereich 14°C bis 18°C nicht unterschreiten wird. Damit ist sichergestellt, dass die Wärmepumpen hier mit der hohen Arbeitszahl von 4 betrieben werden können.

Unterstützt werden die Wärmepumpen insbesondere im Sommerhalbjahr durch insgesamt rd. 100 m² Solarkollektoren die auf den Flachdächern der neuen Gebäude errichtet wurden. Konsequent wurde bereits in den Anfängen der Gebäudeplanung darauf geachtet, dass Gebäude und Heizflächen auf die Art und Weise der Wärmeversorgung optimal abgestimmt sind und somit mit niedrigen Vor- und Rücklauftemperaturen (Fußbodenheizung) optimale Betriebsbedingungen realisiert werden können. Ausgestattet mit 2 Pufferspeichern (à 1000 Liter) je Gebäude und einer individuellen Regelung für jede Heizzentrale wird erreicht, dass der Stromeinsatz für die Wärmepumpe minimal bleibt.

Der Primärenergiebedarf liegt im Vergleich mit einer modernen herkömmlichen Heizungsanlage um mindestens 40 Prozent darunter. Die Gebäudehülle, als KFW 60-Standard ausgeführt, erreicht durch die innovative Heizungsanlage einen Wert, der tatsächlich deutlich darunter liegt und fast dem KFW 40-Standard entspricht; wohlgemerkt ohne, dass der Bauherr in aufwendige Dämmmaßnahmen investieren musste.

Dem in Rheinland-Pfalz einzigartigen Pilotprojekt liegt ein Energiekonzept des Steinbeis-Transferzentrums EGS, Stuttgart, der Ryser-Ingenieure AG, Bern, und des Büros eam, Zürich, zugrunde.

 

 

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Fachtagung zum Thema „Energetische Sanierung im Bestand – Energieeffizienz und Klimaschutz in der Bestands- und Altbausanierung

 

Am  23. Juni 2010 veranstalteten die Stiftung für Ökologie und Demokratie e.V. und die TU Kaiserslautern – Lehrstuhl Öffentliches Recht – erstmals eine gemeinsame Fachtagung in der Retunde der TU Kaiserslautern zum Thema „Energetische Sanierung im Bestand – Energieeffizienz und Klimaschutz in der Bestands- und Altbausanierung“.

 

 

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Der Stiftungsvorsitzende Hans-Joachim Ritter zeigte in seinem Grußwort zu Beginn die Energieeinsparpotenziale auf.

 

Jun-Prof. Dr. Sascha Michael Henninger veranschaulichte den Zusammenhang von energetischer Sanierung und Klima.

 

Frau Beate Schneider von der Firma Osika präsentierte das Vorzeigeprojekt der EnergieAgentur Speyer-Neustadt/Südpfalz, die energetisch sanierte Kaserne „Normand“ in Speyer.

 

Frau Heike Haracska, LUWOGE-Consult GmbH, erläuterte die energetische Sanierung des Wilhelm-Hack-Museums, 1. Preisträger in der Kategorie „Sanierung“ beim Energieeffizienz-Wettbewerb 2009 der EnergieAgentur Speyer-Neustadt/Südpfalz.

 

Arno Schönau, veranschaulichte energetische Schulsanierungsprojekte in der Stadt Kaiserslautern.

 

Prof. Dr.-Ing. Hartmut Hofrichter warnte davor, auch denkmalgeschützte Gebäude mit Dämmmaterial oder Solaranlagen einzupacken. Der Verlust an kultureller Identität würde sich rächen.

 

Irina Kollert, EOR, referierte über Fördermöglichkeiten für die Bestands- und Altbausanierung.

 

Ralf Bermich vom Amt für Umweltschutz, Energie und Gesundheitsförderung der Stadt Heidelberg informierte über die kommunalen Strategien in der Bestands- und Altbausanierung am Beispiel der Stadt Heidelberg.

 

Prof. Dr. Willy Spannowsky und Hans-Joachim Ritter zogen abschließend eine positive Bilanz dieser Fachtagung und stellten übereinstimmend fest, dass auf Bundes-, Landes- und kommunaler Ebene strategische Konzepte fehle, wie ein wirksamer Klimaschutz durch flächenhafte Sanierung des Bestands angegangen werden könne. 

 

 

 

                   

 

                    Preise für beispielhafte Nichtwohngebäude

                                   

Im Rahmen des für 2008/2009 bewilligten Modellvorhabens „Ausbau der EnergieAgentur Speyer-Neustadt/Südpfalz“ der Stiftung für Ökologie und Demokratie e.V. im Forschungsfeld der Nationalen Stadtentwicklungspolitik des Bundesministeriums für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung und des Bundesamtes für Bauwesen und Raumordnung wurde in diesem Jahr ein Bauherren-Energie-Effizienz-Wettbewerb für Nichtwohngebäude ausgelobt.

 

Die Preisverleihung fand am 10. Juli in würdigem Rahmen in der Villa Ludwigshöhe statt. Der Stiftungs- und EA-Vorsitzende Hans-Joachim Ritter hob in seiner Laudatio die Bedeutung und Beispielhaftigkeit der einzelnen Projekte hervor.

Landrätin Theresia Riedmaier verband in ihrem Grußwort sowohl die Vorstellung der landschaftlichen Schönheit ihres Landkreises mit einem Plädoyer zugunsten von Energieeinsparung, Energieeffizienz und erneuerbaren Energien und sprach sich gegen eine Weiternutzung der Kernenergie aus.

Staatssekretärin Jacqueline Kraege vom rheinland-pfälzischen Ministerium für Umwelt, Forsten und Verbraucherschutz betonte, dass die energetische Sanierung des Gebäudebestandes zum Schlüsselprojekt für Klimaschutz, Energieeinsparung und regionale Wertschöpfung geworden sei. „Für die Häuser der Zukunft reichen gesetzliche Mindeststandards nicht mehr. Darauf habe das Land mit einem 10 Millionen €-Förderprogramm reagiert. Damit können Neubauten von Energiegewinn- und Passivhäusern und mittlerweile auch anspruchsvolle Sanierungen von Altbauten gefördert werden.“

Die Festrede zum Thema „Klimaschutz durch Energieeinsparung, Energieeffizienz und erneuerbare Energien“ hielt die „Ökologia“ – Botschafterin der Ökologie 2009 -, die Bonner Oberbürgermeisterin Bärbel Dieckmann. Auch als Vorsitzende des Rates der Weltbürgermeister zum Klimaschutz und als Präsidentin der Welthungerhilfe habe sie bei ihren Auslandsreisen den Zusammenhang von Armut, Hunger und Energieverschwendung kennengelernt. 40 Prozent der Energie werde in Gebäuden verbraucht. Sie setze Hoffnung auf die Klimakonferenz Ende des Jahres in Kopenhagen, insbesondere nachdem sich jetzt die USA unter Präsident Obama nicht mehr gegen Klimaschutzmaßnahmen wehrt. Auch aufgrund ihrer kommunalpolitischen Erfahrung in Bonn – die Bundesstadt Bonn wurde für ihre Klimapolitik mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet – plauderte  sie aus dem Nähkästchen und berichtete beispielsweise über die Erfolgswirkung von Förderprogrammen für solarthermische Anlagen.

 

Stiftungsvorsitzender Hans-Joachim Ritter und die „Ökologia“ Bärbel Dieckmann

zeichneten folgende Preisträger aus:

 

 

Kategorie Neubau:

 

Der mit 2.500 € höchstdotierte Preis (Hauptpreis) ging an die Stadt Speyer für den Neubau der Klosterschule im Passivhausstandard.

Die Wärmedichtigkeit war bei diesem Objekt am besten nachgewiesen. Deshalb ging der 1. Preis an die Domstadt. Die Wärmeerzeugung erfolgt über 2 Solewärmepumpen mit je 80 KW Heizleistung. Über Erdwärme wird eine Heizleistung von 160 KW über Erdsonden erreicht. Die Trinkwasserversorgung wird an die im Nachbargebäude vorhandene Brennwertkesselanlage angeschlossen.

Auf dem Dach der ebenfalls neu errichteten Sporthalle wird eine Fotovoltaikanlage und eine Solarthermische Anlage aufgebracht und die Halle als Energiegewinn-Sporthalle gerade fertiggestellt.

Der Transmissionswärmeverlust  beim Schulneubau liegt bei nur 0,15 W/m²/K und ist damit Spitzenreiter. Der Transmissionswärmeverlust ist der Wert, der die energetische Qualität der Gebäudehülle beschreibt. Die Formel W/m²/K bedeutet: Watt pro Quadratmeter Kelvin und zeigt die Wärmemenge auf die durch einen Quadratmeter Wand bei unterschiedlichen Baustoffen Mauerwerk, Dämmung und Putz bei einem Grad Temperaturunterschied entweicht. Je niedriger dieser Wert ist, desto besser ist der bauliche Wärmeschutz.

 

Den 2. Preis (2.000 €) erhielt die GAG Ludwigshafen AG für das Lu-teco Bürogebäude. Bereits im Jahre 2004 wurde die GAG mit dem „Ökologia“-Preis der Stiftung für Ökologie und Demokratie e.V. für vorbildliches energetisches Bauen und Sanieren ausgezeichnet. Für das weltweit erste Energiegewinnbürogebäude Lu-teco wurde der 2. Preis verliehen.

Die Beheizung erfolgt über Erdwärme. Der Primärenergiebedarf liegt bei nur 18,92 kWh/m²/a und der Transmissionswärmeverlust bei 0,34 W/m²/K.

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Der 3. Preis (1.500 €) wurde an das Pfalzinstitut für Hörsprachbehinderte der Bezirksverbands Pfalz in Frankenthal für den Schulneubau verliehen.

Durch den Einsatz von Holzpellets und Fotovoltaik kann der Primärenergiebedarf von nur 40,90 kWh/m²/a erreicht werden. Der Transmissionswärmeverlust liegt bei 0,39 W/m²/K.

 

Ein Anerkennungspreis von je 500 € ging an die Firma Jürgen Rohmann für den 2008/2009 für 8,2 Mill € errichteten Neubau der Betriebsstätte in Frankenthal. Der Primärenergiebedarf liegt bei 109 kWh/m²/a und der Transmissionswärmeverlust bei 0,35 W/m²/K.

 

Ein Anerkennungspreis von 500 € ging an Shoko Trauth für das Medizinische Zentrum Zen in Landau. Der Primärenergiebedarf des 2002 für 1,2 Mill. € errichteten Gebäudes liegt bei 167 kWh/m²/a und der Transmissionswärmeverlust bei 0,35 W/m²/K.

 

Kategorie Sanierung von Großprojekten:

Der mit 1.800 € dotierte 1. Preis ging an die Stadt Ludwigshafen für die energetische Sanierung des Wilhelm-Hack-Museums.

Die LUWOGE Consult hat im Auftrag der Stadt diese komplexe Aufgabe gemeistert.

·         Die Fenster einschl. der Oberlichter und Schrägfenster, wurden komplett erneuert und weisen nach der Sanierung einen U-Wert von 1,1 W/m²/K auf.

·         An alle nicht gedämmten Betonfassaden wurde ein Wärmedämmverbundsystem mit Mineralwolle von 14 – 16 cm Stärke aufgebracht.

·         Die Dächer der Anbauten wurden mit 20 cm Neopor gedämmt.

·         Auf die Überzüge des vorhandenen Flachdachs wurde ein Leichtdach aus Satteldach-Modulen aufgesetzt und bildet für die Südwestseite die Unterkonstruktion der Fotovoltaikanlage.

·         Über den bestehenden Oberlichtern wurden transluzente Module  mit U-Wert 1,1 eingesetzt.

·         Die Beleuchtung wurde komplett gegen T5-Lampen mit elektrischen Vorschaltgeräten ausgetauscht.

·         Raumluft-Technik-Anlage: Durch Luftqualitätsfühler in den Ausstellungsräumen wird nur der Außenluftanteil, der zur Aufrechterhaltung der Qualität notwendig ist, zugeführt. Die Gebäudeautomation fährt die jeweils energetisch günstigste Variante an Außenluft, Umluft, Zu- und Abluftvolumenstrom. Damit wird der Energiebedarf für Wärme-, Kälte- und Elektroenergie minimiert.

Der Primärenergiebedarf liegt bei nur 117,40 kWh/m²/a und der Transmissions-wärmeverlust bei nur 0,37 W/m²/K.

 

Der mit 1.300 € dotierte 2. Preis ging an den Kreis SÜW für die Sanierung des Alfred-Grosser-Gymnasiums in Bad Bergzabern. Der Landkreis hat mit einem finanziellen Aufwand von 5,2 Mill. € eine umfangreiche energetische Sanierung vorgenommen, durch die der Primärenergiebedarf auf 131,70 kWh/m²/a um 44,76 % unter dem Primärenergiebedarf nach der EnEV von 238,4 kWh/m²/a gesenkt werden. Der Transmissionswärmeverlust liegt bei 0,8 W/m²/K.

 

Der 3. Preis (900 €) ging an die Verbandsgemeinde Offenbach für die energetische Sanierung des Schwimmbades zu einem Nullenergieschwimmbad. Mit einem Kostenaufwand von 330.000 € hat die Firma Lantec im Auftrag der Verbandsgemeinde Offenbach mit  einer Absorberanlage von 1.200 qm ausgestattet. Damit können 386.000 kwh Nutzwärme pro Badesaison erzeugt werden. Durch den gleichzeitigen Einsatz der  Wasserwärmepumpe in Verbindung mit dem Betrieb der Solarabsorber-Schwimmbad-Wasserwärmeanlage und der nächtlichen Wasserflächenabdeckung durch Folien ist es möglich, den Energieeinsatz signifikant zu senken. Die restliche Strommenge, die noch benötigt wird, um das Duschbrauchwasser für das Freibad und die Sporthalle noch zu erwärmen, die Wärmepumpenrestlaufzeit abzudecken und die Umwälzpumpe der Solarenergie zu betreiben, kann über die Dachflächen der Sporthalle in Bornheim und die Feuerwehrhallen in Offenbach gedeckt werden. Somit benötigt bilanziell die Wärmeerzeugung der Sporthalle und des Freibades keine Fremdenergie.

Mit dieser ideenreichen Innovation eines Nullenergieschwimmbades hat Offenbach ein sehr gutes  Beispiel für viele andere Schwimmbäder besitzende Gemeinden gegeben.

 

Ein Anerkennungspreis a 500 € ging an die Stadt Landau für die energetische Sanierung von 17 Schulen. Sie hat kein konkretes Projekt mit geforderter Energieberechnung nach EnEV vorgelegt. Stattdessen bezog sich ihr Wettbewerbsbeitrag auf das Energieeffizienzkonzept für 17 Landauer Schulgebäude aufgrund einer Verknüpfung von Anlagentechnik und Fassadensanierung. Die Stadt Landau  konnte erreichen, dass sich seit 2002 der Wärmeverbrauch an Schulen um 40 % witterungsbereinigt reduziert hat, von 13.608 MWh auf 8.116 MWh.

Die wichtigsten Maßnahmen waren:

·         Fassadensanierung

·         Organisation und Anpassung an den Gebäudenutzer

·         Einhaltung der minimalen Innentemperaturen

·         Einstellung und Erneuerung der Regelungen und der Haustechnik

·         Einführung einer herstellerneutralen Gebäudeleittechnik

·         Einführung von Energieeinsparverträgen

·         Montage von Fotovoltaikanlagen

·         Einsatz stadteigener erneuerbarer Energie (Biomasse)

·         4 Nahwärmeverbundsysteme mit einem Biomasseeinsatz von 3.500 MWh/a

 

Ein weiterer Anerkennungspreis a 500 € ging an die Stadtholding Landau für die energetische Sanierung der Jugendstilfesthalle, die durch die Firma Lantec ausgeführt wurde. Energetische Sanierungsvorschläge der EA-Managerin Andrea Klein und des EA-Managers Hans Biehler wurden 2008 umgesetzt und betrafen punktuelle Wärmedämmmaßnahmen und die Optimierungen der technischen Anlagen. Dadurch lassen sich 102.000 kWh/ m²/a (11 %) bzw. 25 Tonnen CO2 einsparen.

Der Primärenergiebedarf liegt mit 180,71 kwh/ m²/a relativ hoch. Auch der Transmissionswärmeverlust von 0,74 W/m²/K ist ebenfalls relativ hoch. Problem sind hierbei die Denkmalschutzvorgaben. Die energetische Sanierung erfolgte in den Jahren 2002.

 

Kategorie Sanierung kleinerer Projekte:

Der mit 1.000 € dotierte 1. Preis ging an Dr. Klaus Sarnecki für die Sanierung der Arztpraxis in Bellheim. Der Preisträger  ließ durch DOMA Architekten bauen seine Arztpraxis im Jahre 2005 energetisch sanieren.

Folgende Maßnahmen wurden durchgeführt:

·         Außenwände: Vollwärmeschutz Stärke: 10 cm

·         oberste Geschossdecke: Wärmedämmplatten, Stärke: 12 cm

·         Dachfläche: Zwischensparrendämmung, Stärke: 18 cm

·         Kellerdecke: Wärmedämmplatten, Stärke: 10 cm

·         Fenster: Kunststofffenster mit Wärmeschutzverglasung und Vorbaurollläden

·         Heizung: Niedertemperatur-Kessel für Raumwärme und Warmwasser-bereitung

Durch diese Maßnahmen konnte der Jahresprimärenergiebedarf um 5,3 % und der Transmissionswärmeverlust sogar um 30,1 % unter das Niveau des Neubaustandards nach EnEV verringert werden. Der Transmissionswärmeverlust liegt bei 0,35 W/m²/K, also noch besser wie beim Sparkassengebäude. Die Kosten beliefen sich auf 180.000 €.

 

Der 2. Preis (750 €) betrifft das Gebäude der Sparkassenfiliale in Hördt der Sparkasse Germersheim-Kandel, eingereicht durch unseren EA-Netzwerkpartner DOMA Architekten bauen, Herrn Bernd Dollt.

Es handelt sich um ein Gebäude, das 2005 energetisch saniert wurde.

Im Einzelnen wurden folgende Maßnahmen durchgeführt:

·         Aufbringung eines 14 cm starken Vollwärmeschutzsystems 

·         Ersetzen der Glasbausteine, der Fenster und der Schaufensteranlage

·         Aufsetzen eines Dachgeschosses in Holzrahmenkonstruktion mit weiterer  Ausbaureserve

·         Dämmung der obere Geschossdecke mit 16 cm Polystyrol

·         Ersatz der Ölheizung durch Einbau einer modernen Gasbrennwertheizung

Durch diese energiesparenden Maßnahmen konnte der Jahresprimärenergiebedarf um 2 % und der Transmissionswärmeverlust sogar um 22 % unter das Niveau der Neubaustandards nach EnEV verringert werden. Die Kosten beliefen sich auf 190.000 €.

Dieses Projekt ist ein gutes Beispiel dafür, dass sich Energieeffizienz und bauliche Verbesserungen in idealer Weise ergänzen können. Der Transmissionswärmeverlust liegt bei 0,42 W/m²/K.

 

Der 3. Preis (250 €) ging an Herrn Thomas Bubel für die beispielhafte ei Energiekonzeption des Altstadthotels „1735“ in Speyer. Nach dem Brand des Hotels in der Speyerer Altstadt hat dieses der Bauherr unter energieeffizienten Gesichtspunkten generalsaniert. Hier sind besonders zu erwähnen: das Blockheiz-kraftwerk, die Wärmerückgewinnungsanlage und die Photovoltaikanlage. Die Nutzfläche umfasst ca. 1.000 qm. Es handelt sich bei diesem Projekt um ein in energieeffizienter Hinsicht gelungenes Vorzeigeprojekt eines Hotels, das für andere Hotelsanierungen Vorbild sein kann, übrigens auch deshalb, weil es sich um einen Integrationsbetrieb handelt, der ständig nahezu 20 Behinderte beschäftigt.

 

Die Feierstunde wurde durch flotte Jazzmusik durch die Band „Simply swing“ umrahmt. Ihr schloss sich ein Empfang in den alten Gemäuern des Schlosses an.