14. November: Vortragsabend mit Dr. Franz Alt und Ursula Sladek

„Unsere Zukunft: Die 3 großen E:
Erneuerbare Energien, Energieeffizienz und
Energiesparen“

Dr. Franz Alt, Fernsehjournalist und Autor zahlreicher Bücher
Ursula Sladek, ElektrizitätsWerke Schönau, „Ökologia 2019“
14. November, 19:00 Uhr
Speyer, Volksbank, Kur- und Rheinpfalz,
Bahnhofstraße 19 (Seiteneingang), (Schulze-Delizsch-Saal), Der Eintritt ist frei. mehr…

Dr. Franz Alt: „Sonne und Wind schicken uns keine Rechnung“

 

Anlässlich des 15-jährigen Bestehens der EnergieAgentur Speyer-Neustadt/Südpfalz (EA) der Stiftung für Ökologie und Demokratie e.V. fand am 16. November im vollen Victoria-Saal des Kommunikationszentrums der VR-Bank in Rülzheim eine Veranstaltung statt mit dem Journalisten und Buchautor Dr. Franz Alt zum Thema „Unsere Zukunft: Die 3 großen E: Energiesparen, Energieeffizienz und Erneuerbare Energien“.

Der Referent plädierte dafür, die regenerativen Energiequellen wie Sonne, Wind, Gezeitenenergie, Biomasse und Geothermie zu nutzen. „Wußten Sie, dass die Sonne an einem Tag 15.000 mal soviel Energie zur Erde schickt, wie alle Menschen an diesem Tag weltweit verbrauchen?“ fragte Franz Alt zu Beginn seines Vortrages. Und das Schönste sei die Tatsache, dass uns weder Wind noch Sonne Rechnungen schicken würden. Bei seiner Fahrt durch Rülzheim habe er festgestellt, dass hier noch viele Dächer ohne Solaranlage seien. In Deutschland gebe es überhaupt noch ein großes ungenutztes Solarpotenzial auf Dachflächen. Bis zum Jahr 2050 könne der gesamte Energieverbrauch aus erneuerbaren Quellen gespeist werden.  Der erneuerbare Energiemix würde sich dann wie folgt zusammensetzen: 50 % direkte Solarenergie, das heißt: solarer Wasserstoff, Solarzellen, Solarstrom und Solarwärme; 25 % Biomasse aus Schilfgras und Biogas aus landwirtschaftlichen Abfällen; 15 % Windenergie und 10 % Wasserkraft. Vor dem Hintergrund des nicht mehr bestreitbaren menschen-gemachten Klimawandels sei der Umstieg auf erneuerbare Energien äußerst wichtig, um die Zunahme der Erderwärmung zu verhindern. Auch werde die Abhängigkeit von ausländischen Energielieferanten verringert.

Zu Beginn der Veranstaltung hob der Stiftungsvorsitzende Hans-Joachim Ritter die Erfolge der zu Beginn des Jahres 2003 gegründeten EnergieAgentur Speyer-Neustadt/Südpfalz (EA)  hervor. Mit Hilfe des Bundesprogramms „Nationale Stadtentwicklungspolitik“ sei der Aufbau der EA mit Fördermitteln unterstützt worden, so dass es möglich wurde, dass 22 ideelle Netzwerkpartner (Kammern, Kommunen und gemeinnützige Vereine) sowie 33 fördernde Netzwerkpartner gewonnen werden konnten. Innovative EA-Netzwerkpartner haben Vorzeigeprojekte realisiert wie beispielsweise die energetische Sanierung der großen unter Denkmalschutz stehenden Kasernengebäude der ehem. Kaserne „Normand“ in Speyer mit einer Nutzfläche von insgesamt über 10.000 Quadratmetern. In einem anderen Wohnbaugebiet in Speyer, dem ehem. Schlachthofgelände, wurde in das ehem. Schlachthofgebäude ein 100.000-Liter-Behälter zur Warmwasserbereitung des gesamten Gebiets eingebaut. Große Solarparks in Speyer und Neustadt wurden unterstützt. Beim Thema „Windkraft“ haben die EA-Netzwerkpartner juwi, Pfalzwerke und Stadtwerke Speyer GmbH über 40 Windkraftanlagen im Tätigkeitsbereich der EA errichtet. Darüber hinaus fungiert die EA als ideeller Partner der Energie- und Baumesse Speyer. Seit Mitte 2017 werden im Rahmen des EA-Projekts grEEN Palatina 10 große energieintensive Unternehmen gecoacht, die insges. 1.700 GWh Energie für Strom, Wärme und Kälte verbrauchen. Für dieses Projekt habe die rheinland-pfälzische Umweltministerin Ulrike Höfken die Schirmherrschaft übernommen. Die EA-Energieberater Andrea Klein, Reinhard Klinkmüller und Carlo und Petra Urbano haben in den vergangenen 9 Jahren in Rülzheim und Offenbach regelmäßig für die Bevölkerung kostenlose Energie-Impuls-Beratungen angeboten.

Christian Bauchhenss, Regional-Direktor der VR-Bank, der die Veranstaltung unterstützte, beglückwünschte in seinem Grußwort die Stiftung zum 15 jährigen Bestehen der EA und wies darauf hin, dass die  VR-Bank eine eigene Energiegenossenschaft gegründet habe.

EnergieAgentur Speyer-Neustadt/Südpfalz startet mit Energieeffizienz-Netzwerk grEEN Palatina in der Südpfalz

Am heutigen Dienstag,  24. Oktober 2017, fand im Rathaus der Stadt Landau die Auftakt-veranstaltung zum Energieeffizienz-Netzwerk grEEN Palatina der EnergieAgentur Speyer-Neustadt/Südpfalz statt. grEEN Palatina ist das erste Energieeffizienz-Netzwerk dieser Art in der Südpfalz.

Acht namhafte Unternehmen wie beispielweise RONAL GmbH, Landau, Grace GmbH, Worms, Pfalzmarkt für Obst und Gemüse eG, Mutterstadt, Terex Cranes Germany GmbH, Zweibrücken oder Wellpappenfabrik GmbH, Grünstadt, mit hohen Energieverbräuchen aus der Region werden 4 Jahre lang zusammenarbeiten, um eine außergewöhnlich hohe Energieeffizienz zu erreichen und gleichzeitig Ihre CO2-Emissionen erheblich zu reduzieren. Sie leisten damit einen aktiven und vorbildlichen Beitrag zum Klimaschutz.

Möglich werden diese Effekte durch einen intensiven Erfahrungsaustauch der betrieblichen Energieexperten, begleitet von einem Fachingenieur, der auf Industrieanwendungen spezialisiert ist. Das Netzwerk wird durch das Umweltkompetenzzentrum Rhein-Neckar e.V. (UKOM) professionell moderiert.

Die Bildung solcher Energieeffizienz-Netzwerke für Unternehmen basiert auf einer Vereinbarung der Bundesregierung mit 21 Wirtschaftsverbänden im Rahmen des Nationalen Aktionsplans Energieeffizienz (NAPE), um diese Netzwerke bundesweit zu etablieren.

Hans-Joachim Ritter, Vorsitzender der EnergieAgentur Speyer-Neustadt/Südpfalz (EA), begrüßte zu Beginn die Teilnehmer und eröffnete die Veranstaltung. Er nannte vor allem die Steigerung der Energieeffizienz und dadurch erzielte Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit als Hauptvorteile für die teilnehmenden Unternehmen bei grEEN Palatina. Der Landauer Oberbürgermeister Thomas Hirsch begrüßte die Tatsache, dass dieses Netzwerk zustande gekommen ist, als außerordentlich positiv. Als Schirmherrin des Projektes lobte die rheinland-pfälzische Umweltministerin und „Ökologia“ – Botschafterin der Ökologie 2017 – Frau Ulrike Höfken, die EA in ihrem Grußwort, die ein solches Projekt trage. Michael König, EA, auf dessen Initiative hin das Netzwerk gegründet wurde, stellte anschließend die Netzwerk-Methodik vor.

Info-Abend “energetische Gebäudesanierung” in Rülzheim

Die EnergieAgentur Speyer-Neustadt/Südpfalz lädt alle Hauseigentümer der Verbandsgemeinde Rülzheim ein zu einem Info-Abend über “energetische Gebäudesanierung” am Montag, den 30. März 2015, 19:00 Uhr, in Rülzheim, Mittlere Ortsstraße 83 (“Victoria”-Saal).
Kooperationspartner dieser Veranstaltung sind: die DENA, die Ortsgemeinde Rülzheim und die Verbandsgemeinde Rülzheim.
Herzlich willkommen!

Informationsveranstaltung_Hausbesitzer

Netzwerktreffen der EnergieAgentur Speyer–Neustadt/Südpfalz

Am 26. Februar fand das diesjährige Netzwerktreffen der EnergieAgentur Speyer-Neustadt/ Südpfalz im Sitzungssaal des Rathauses Rülzheim statt. Der Vorsitzende der EnergieAgentur, Hans-Joachim Ritter (Rülzheim), kritisierte in seiner Begrüßung die Entscheidung des Umweltministeriums, die Windenergienutzung im Pfälzerwald auf Eis zu legen. „Ich bedauere ausdrücklich, dass ein und dieselbe Landesregierung mit zwei Stimmen spricht“, so Hans-Joachim Ritter. Auf dem Sektor der Entwicklung von Energie-Speichern könne Rheinland-Pfalz viel vom Nachbarland Baden-Württemberg lernen. Dort sei ein attraktives Förderkonzept aufgestellt worden, das bei uns fehle, um die Energiewende in einem entscheiden Punkt voran zu bringen. Ähnliches gelte für die Förderung von WEGs. Um den großen Sanierungsstau aufzulösen, fördert die L-Bank Baden-Württemberg die energetische Sanierung von Gebäuden von Wohnungseigentümergemeinschaften mit zinslosen Darlehen und mit Landesbürgschaften. Eine ähnliche Fördermaßnahme sei auch in Rheinland-Pfalz wünschenswert.

 

Inhaltlich geprägt war das Netzwerktreffen von zwei „Werkstattberichten“ von Netzwerkpartnern. So stellte Dietmar Kurz von der Wohnungsbaugesellschaft der Stadt Neustadt an der Weinstraße deren Sanierungskonzepte für Altbauwohnungen vor. Nahezu 60% seien seit 1995 energetisch saniert worden, so Kurz. Auch im Bereich der „sozialen Stadtentwicklung“ ist die WBG stark aktiv. So wird im Stadtteil Branchweiler etwa neben der Sanierung der Wohnanlagen auch ein Angebot von Streetworkern aktiv umgesetzt.

 

Dr. Alexander Kuhn, Geschäftsführer der MVV Enamic Regioplan GmbH, stellte deren Beratungstätigkeit im Bereich energetischer Quartierskonzepte vor. Energetische Sanierungen sollen dabei nicht vom einzelnen Gebäude her betrachtet werden, sondern ganze Gebäudekomplexe bzw. Umgebungsbebauungen in die Betrachtungen einbeziehen. Attraktive Förderungen seien möglich, so dass hier ein großer Beitrag zur Stärkung der Energieeffizienz geleistet werden könnte.

 

Bezüglich Windenergie trug der Vorsitzende vor, daß derzeit Genehmigungsanträge für 7 Windanlagen der EA-Netzwerkpartner juwi und Energie Südwest auf dem Gollenberg in den Gemarkungen Herxheim und Knittelsheim sowie für 5 Anlagen bei Hatzenbühl von unserem EA-Netzwerkpartner Stadtwerke Speyer GmbH bei der Kreisverwaltung in Bearbeitung sind. Darüber hinaus wird aktuell noch die Machbarkeit von weiteren Anlagen in Rülzheim und Hördt geprüft.
Bezüglich des kategorischen Nein zu Windkraftanlagen im Pfälzerwald durch Frau Staatsministerin Höfken hat Herr Bürgermeister Blank, VG Landau-Land, sein Unverständnis zum Ausdruck gebracht. Wir fragen uns: wie kann es sein, daß im LEP IV Windkraftanlagen zur Umsetzung der Energiewende auch im Pfälzerwald möglich sind, nun aber die Umweltministerin wegen des UNESCO-Schutzstatus “Biosphärenreservat” entschieden hat, keine Windkraftanlagen auf Landesflächen zuzulassen? Der EA-Vorsitzende Ritter erklärte, daß man einen tragfähigen Kompromiß hätte finden können, ohne den Schutzstatus zu gefährden. Etliche Kommunen und Firmen, die auf LEP IV und bisherige politische Äußerungen vertraut haben, stehen jetzt recht dumm da, zumal das Aus bislang ohne Rechtsgrundlage erfolgt ist. Es stellt sich auch die Frage, wer trägt die Kosten, die bisher für Gutachten, Windmessungen etc. ausgegeben wurden?

Im Rahmen des Erfahrungsaustauschs der Netzwerkpartner wird seitens der Gemeinde Rülzheim das nahezu fertig gestellte Heizwerk (BHKW) für die Fernwärme mit  einem Kostenaufwand von 5,6 Mill. € berichtet. In Kürze findet ein Tag der offenen Tür statt, der auch den EA-Netzwerkpartnern bekannt gegeben wird. Außerdem wurde die Straßenbeleuchtung in Rülzheim und Hördt (beide A-Gemeinden) bereits auf LED umgestellt. Der Rülzheimer Ortsbürgermeister Reiner Hör bekräftigte die Position der Gemeinde in Sachen Erdwärme: Hier sei man angesichts der negativen Erfahrungen in anderen Kommunen an einer Nutzung dieser Energieform in Rülzheim nicht weiter interessiert.

 

Die Gemeinde Hördt hat die meisten PV-Anlagen im Verhältnis zur Einwohnerzahl im Landkreis.

 

Verbandsbürgermeister Schardt, der auch Ortsbürgermeister von Leimersheim ist, bedauert, daß seine Gemeinde keine A-Gemeinde ist und nicht von den Gemeindewerken Rülzheim betreut werde. Er möchte auch Kuhardt und seinen Gremien  empfehlen, künftig A-Gemeinden zu werden. Außerdem verfolge er ein Projekt zur Stromgewinnung durch Wasserkraft aus dem Rhein.

Die Stadtwerke Speyer GmbH ist umfassend aktiv in Sachen Klimaschutz durch öffentliche Veranstaltungen, Contracting-Angebote etc.

 

Die VG Landau-Land hat jetzt einen Auftrag zur Erarbeitung eines Klimaschutzkonzepts erteilt.

 

Die Kreisverwaltung Germersheim setzt ihr Konzept zur energetischen Sanierung von Verwaltungsgebäuden fort.

 

Die Kreisverwaltung SÜW berichtet über Probleme bei Schulen mit der Wärmeregelung mit Lüftungsanlagen.

Die VR-Bank Südpfalz ist weiter aktiv bei Solaranlagen.

 

Die Volksbank Kur- und Rheinpfalz Speyer ist ebenfalls weiterhin bei Solaranlagen aktiv und kann die umfassend sanierte ehem. Villa Körbling in Speyer vorweisen.

 

Die Firma DOMA berichtet über eine große Nachfrage nach älteren energetisch sanierten Häusern. Die Sanierung bietet DOMA zum Festpreis an.

 

Steber und Partner, die in Speyer die 5 Hafenvillen mit Wärme aus dem Kanal plus Solarthermie geschaffen hat, berichtet aktuell über die Sanierung des ehem. Reitstalls in Germersheim und über ein innerörtliches Dorfprojekt mit Läden und Wohnungen in Neulussheim.

 

Die Energie Südwest informiert über den Ausbau von Nahwärmenetzen in Landau.

Die EnergieAgentur Speyer-Neustadt/Südpfalz kooperiert jetzt mit der Energieagentur Rheinland-Pfalz

Neustadt-Speyer/Südpfalz arbeiten künftig eng zusammen, um in der Region zwischen Speyer,
Neustadt/Weinstraße und der Südpfalz ein umfassendes Angebot an Information und Unterstützung
zur Energiewende anzubieten. Dazu haben heute in Landau Christina Kaltenegger, Geschäftsführerin
der Energieagentur Rheinland-Pfalz, und Hans-Joachim Ritter, Vorsitzender der EnergieAgentur
Speyer-Neustadt/Südpfalz, eine Kooperationsvereinbarung abgeschlossen

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Nach der Unterzeichnung der Kooperationsvereinbarung zwischen der Energieagentur Rheinland-Pfalz und der EnergieAgentur Speyer-Neustadt/Südpfalz Christina Kaltenegger und Hans-Joachim Ritter

 

Das bringt die neue Energieeinsparverordnung

Neuregelungen für Altbauten und Energieausweise – Verschärfung für Neubauten erst ab 2016

Ab 1. Mai gelten neue Vorgaben für die Energieeffizienz von Gebäuden. Mit diesem Datum tritt die novellierte Energieeinsparverordnung (EnEV 2014) in Kraft, die unter anderem Verbesserungen für den Energieausweis vorsieht.

Altbauten

Insgesamt sind für den Gebäudebestand keine wesentlichen Verschärfungen der energetischen Anforderungen vorgesehen. Trotzdem müssen auch Besitzer von Bestandsgebäuden einige Vorgaben beachten.

1. Austauschpflicht für alte Öl- und Gasheizkessel

Öl- und Gasheizkessel, die vor 1985 eingebaut wurden, müssen ab 2015 außer Betrieb genommen werden. Wurden die entsprechenden Heizungsanlagen nach dem 1. Januar 1985 eingebaut, müssen sie nach 30 Jahren ersetzt werden. Die EnEV 2014 sieht jedoch eine ganze Reihe von Ausnahmen von dieser Regelung vor: So sind etwa Niedertemperatur- und Brennwertkessel von der Austauschpflicht ausgenommen. Auch Ein- und Zweifamilienhausbesitzer, die am Stichtag 1. Februar 2002 in ihrem Haus mindestens eine Wohnung selbst genutzt haben, sind von der Verpflichtung befreit. Im Falle eines Eigentümerwechsels muss der neue Hausbesitzer die Austauschpflicht innerhalb von zwei Jahren erfüllen.

2. Dämmung

Oberste Geschossdecken, die die Mindestanforderungen für die Dämmung nicht erfüllen, müssen bis Ende 2015 nachgerüstet werden. Gemeint sind Decken beheizter Räume, die an ein unbeheiztes Dachgeschoss angrenzen. Die Forderung gilt auch als erfüllt, wenn das Dach darüber gedämmt ist oder die Mindestanforderungen an die Dämmung erfüllt. Ausnahmen gelten, wenn die Hausbesitzer zum Stichtag 1. Februar 2002 in ihrem Haus mindestens eine Wohnung selbst genutzt haben. Um zu klären, ob eine nachträgliche Dämmung nötig ist, ist es ratsam, sich an einen unserer Energieberater zu wenden.

Neubauten

Die EnEV 2014 sieht vor, dass neu gebaute Wohn- und Nichtwohngebäude ab 1. Januar 2016 höhere energetische Anforderungen erfüllen müssen: Der zulässige Wert für die Gesamtenergieeffizienz (Jahres-Primärenergiebedarf) wird um 25 Prozent gesenkt. Viele Hausbauer erfüllen schon heute freiwillig ähnlich hohe Energieeffizienzstandards, weil sie auf diese Weise ihren Energieverbrauch deutlich senken und ihre Heizkosten minimieren.

Ab 2021 gilt dann für alle Neubauten der von der EU festgelegte Niedrigstenergie-Gebäudestandard. Die hierfür gültigen Richtwerte sollen bis Ende 2018 veröffentlicht werden.

Energieausweis und neue Energieeffizienzklassen

Der Energieausweis für Gebäude wird verbessert. Die energetischen Kennwerte werden künftig nicht mehr nur auf einer Skala von grün bis rot dargestellt, sondern zusätzlich einer von neun Effizienzklassen zugeordnet. Ähnlich wie bei der Kennzeichnung von Elektro- und Haushaltsgeräten reicht die Skala von A+ (niedriger Energiebedarf/-verbrauch) bis H (hoher Energiebedarf/-verbrauch). Diese Zuordnung gilt für neu ausgestellte Ausweise. Bereits vorliegende Energieausweise ohne Angabe von Effizienzklassen behalten ihre Gültigkeit.

Verkäufer und Vermieter müssen den Energieausweis künftig zudem bei der Besichtigung vorlegen. Nach Abschluss des Vertrags muss der Ausweis dann unverzüglich an den Käufer bzw. Mieter übergeben werden – zumindest in Kopie. Die wichtigsten energetischen Kennwerte aus dem Energieausweis müssen außerdem schon in der Immobilienanzeige genannt werden, zum Beispiel der Jahres-Endenergiebedarf  oder -verbrauch des Gebäudes. Wenn ein Energieausweis mit Energieeffizienzklasse vorliegt, muss auch die Effizienzklasse angegeben werden.

Resolution Energiewende an die Bundeskanzlerin

Die Stiftung für Ökologie und Demokratie e.V. fordert von der Bundesregierung eine “echte” Energiewende weg von Atom, Öl, Gas und Kohle und hin zu Energieeinsparung, Energieeffizienz und Erneuerbaren Energien. Im Rahmen der Mitgliederversammlung am 22.3.2014 in Speyer wurde die Resolution Pro Energiewende an Bundeskanzlerin Angela Merkel einstimmig beschlossen. ResolutionEnergiewende

EA überreicht Bestseller zur Energiewende an Rülzheimer Bücherei

Der Bestsellerautor Matthias Willenbacher, Gründer und Eigentümer des Energieunternehmens
juwi, markiert in seinem im HERDER-Verlag erschienen neuen Buch „Mein unmoralisches
Angebot an die Kanzlerin“ (www.mein-unmoralisches-angebot.de) Eckpunkte eines
neuen Energiesystems: Sauber, dezentral und jetzt schon preiswerter als Kohle, Öl oder
Atom. Sein Ziel: “Eine Entscheidung für 100 Prozent erneuerbare Energien – und zwar
sofort.” Dafür ist er bereit, alles zu geben. Er spendet nicht nur alle Einnahmen aus seinem
Buch, sondern bietet darüber hinaus an, seine Firma mit Milliardenumsatz zu verschenken.
Nur eine Person kann nach Willenbachers Auffassung die richtigen Weichen für die
Energiewende stellen: Angela Merkel. Mittlerweile ist das Buch auf der Taschenbuch-
Bestsellerliste des Spiegel Online.– Die Firma juwi ist Netzwerkpartner der EnergieAgentur
Speyer-Neustadt/Südpfalz (EA). Deshalb hat der EA-Vorsitzende Hans-Joachim Ritter
(Rülzheim) dieses spannende Buch der Leiterin der Kath. öffentlichen Bücherei Rülzheim,
Monika Hinrichs, überreicht. Das Buch steht jetzt in der Rülzheimer Bücherei und kann ab
sofort dort ausgeliehen werden.

11 XXL-Reihenhäuser

Projekt der Firma Steber Wohnbau GmbH

Im Neubaugebiet „Am Weiher“ in Weingarten entstehen elf Reihenhäuser mit einer „XXL“ Hausbreite von 7,37 m und einer Wohnfläche von ca. 139 m2, inklusive Terrasse.
Dieses Projekt zeichnet sich durch eine moderne Architektur, ein außergewöhnliches Raumkonzept und ein innovatives Heizsystem aus. Das eigens für diese Anlage konzipierte Blockheizkraftwerk versorgt alle Reihenhäuser mit Wärme. Mit hochwertigen Baumaterialien und moderner Technik wird die gesetzlich vorgeschriebene EnEV (Energieeinsparverordnung) soweit unterschritten, dass die Häuser in KfW 70 Energieeffizienz ausgeführt werden.
Somit zeichnet sich das Projekt durch hohe Wohnqualität zum bezahlbaren Preis und umweltschonende, innovative Energieversorgung aus.