Die Energie- und Baumesse Speyer 2020 „mein Zuhause“


Die Energie- und Baumesse Speyer 2020 – diesmal unter dem Namen „mein Zuhause“ – die am 25./26. Januar 2020 in der Stadthalle Speyer stattfand, war wieder ein voller Erfolg. Das Kuratoriumsmitglied der Stiftung für Ökologie und Demokratie e.V., Frau Oberbürgermeisterin Stefanie Seiler und der Vorsitzende der EnergieAgentur Speyer-Neustadt/Südpfalz der Stiftung für Ökologie und Demokratie e.V., Hans-Joachim Ritter, haben die Messe eröffnet.
Eröffnung der Energie und Baumesse von Hans-Joachim Ritter
Film-Beitrag „Wasser oder Woi“ über die Messe „mein Zuhause“ im Offenen Kanal Speyer

14. November: Vortragsabend mit Dr. Franz Alt und Ursula Sladek

„Unsere Zukunft: Die 3 großen E:
Erneuerbare Energien, Energieeffizienz und
Energiesparen“

Dr. Franz Alt, Fernsehjournalist und Autor zahlreicher Bücher
Ursula Sladek, ElektrizitätsWerke Schönau, „Ökologia 2019“
14. November, 19:00 Uhr
Speyer, Volksbank, Kur- und Rheinpfalz,
Bahnhofstraße 19 (Seiteneingang), (Schulze-Delizsch-Saal), Der Eintritt ist frei. mehr…

EA-Netzwerkpartner RIEGLER-Architekten eröffnet neues Büro

Der EA-Netzwerkpartner RIEGLER-Architekten hat am 8. August 2019 ein neues Büro in Speyer, Gilgenstraße 22, mit einer Einweihungsfeier eröffnet. Das Foto zeigt von links die Büroleiterin Rosina Woopen, den EA-Vorsitzenden Hans-Joachim Ritter und den Musiker Timo Maneri.

EA-Netzwerk grEEN Palatina tagte bei GRACE GmbH in Worms

Zum 6. Netzwerktreffen des Energieeffizienz-Netzwerkes grEEN Palatina der Energie-
Agentur Speyer-Neustadt/Südpfalz (EA) des Trägers Stiftung für Ökologie und Demokratie
e.V. hatte das Chemieunternehmen GRACE GmbH am 10. Juli 2019 nach Worms
eingeladen. Zu Beginn begrüßten der Stiftungs- und EA-Vorsitzende Hans-Joachim Ritter
und der GRACE-Geschäftsführer Stephen Addison die teilnehmenden Unternehmen. Ritter
kündigte ein interessantes Netzwerktreffen an mit Informationen über die Aktivitäten und
Innovationen des gastgebenden Unternehmens mit einer Firmenbesichtigung sowie einen
Vortrag mit Workshop über Mitarbeitermotivation.

Dr. Johannes Kanellakopoulos und Richard Kübler gaben ausführliche Informationen über
die Geschichte des globalen amerikanischen Unternehmens W. R. GRACE, das
ursprünglich im Jahre 1854 durch William Russel Grace als Transport- und
Handelsunternehmen gegründet wurde. Später hat W.R. GRACE das von William T.
Davison im Jahre 1832 in Maryland/USA gegründete Unternehmen, das die erste
Schwefelsäurekammer in den USA nutzte, übernommen. Heute ist das Unternehmen in fast
40 Ländern durch Tochtergesellschaften mit 3.900 Mitarbeitern vertreten. Der Jahresumsatz
liegt bei ca. 2 Milliarden Dollar. Die größte Niederlassung ist die in Worms mit rund 950
Beschäftigten. Das Unternehmen produziert Chemikalien für den Einsatz in verschiedenen
Branchen. Dabei handelt es sich um Additive – Stoffe für Ölraffinerien, Herstellern von
Verpackungen, der Kunststoffindustrie, des Baugewerbes und zahlreicher anderer
Produkte. In Worms wird vor allem das Trocknungsmittel Silicagel produziert.

Der Geschäftsbereich „Materials Technologies“ produziert Kosmetik- und Lebensmittelzusätze,
Mattierungsmittel, Rostschutzpigmente, Farben-, Lack- und Papier-Additive auf
Basis von Kieselgel und amorphen Aluminosilikaten. Außerdem werden Füller für Gummi
und Adsorbentien aus Siliciumdioxid hergestellt. Die Produkte von GRACE finden sich in
Fensterrahmen, Zahnpasta, Kosmetikartikeln, pharmazeutischen Artikeln, Oberflächenbeschichtungen,
Plastikverpackungen, Autos, Bussen und sogar im Bier.

Zur Herstellung dieser Grundsubstanzen, für die es einen großen und breit gefächerten
Markt gibt, werden große Energiemengen, vor allem Gas, aber auch Strom und Wasser zur
Dampfherstellung benötigt. Der jährliche Energieverbrauch des Unternehmens am Standort
Worms liegt bei nahezu 700 Gigawatt. Viele kleine und große Energieeffizienzmaßnahmen
sind derzeit mit Unterstützung des Netzwerkes grEEN Palatina in der Umsetzung.

Es komme darauf an, bei den Energieeinsparmaßnahmen auch den Faktor Mensch zu
berücksichtigen, betonte Prof. Dr. Andreas Homburg von der Hochschule Fresenius aus
Wiesbaden, den die EnergieAgentur Speyer-Neustadt/Südpfalz als Gastreferenten eingeladen
hatte. Er sprach über das Thema: „Förderung von energieeffizientem Verhalten –
Ansätze aus psychologischer Sicht“ und gab dabei zahlreiche Tipps, um betriebsinterne
Kampagnen möglichst nachhaltig und wirkungsvoll zu gestalten. In einem anschließenden
Workshop konnten die Teilnehmer selbst praktische Beispiele einüben. Näheres siehe:
www.echo-energie.de.

Ausgehend von einem Gesamtjahresenergieverbrauch aller 10 Unternehmen, die sich im
Netzwerk grEEN Palatina zusammengeschlossen haben, von 1.714.382 MWh im Jahr 2017
haben diese Unternehmen bereits beim vorherigen Treffen einstimmig beschlossen, bis
zum Projektende im September 2021 4 % Energie einzusparen, also 68.575 MWh Energie
und 18.022 Tonnen CO2. Dies würde einer Energiemenge (Wärme und Strom) entsprechen,
die 3.810 4-Personenhaushalte benötigen würden.
Zum Ausgleich eines CO2-Ausstoßes von 18.022 Tonnen CO2 müssten 1.442.000 Bäume
gepflanzt werden oder würde dem CO2-Ausstoß von 6.675 Mittelklasse PKWs mit einer
angenommenen Fahrleistung von 15.000 km entsprechen. Der Energieeinsparungsprozess
des Energieeffizienz-Netzwerkes grEEN Palatina der EnergieAgentur Speyer-Neustadt/
Südpfalz wird durch ein Ingenieurbüro aus Stuttgart begleitet. Einvernehmlich wurde
beschlossen, bereits beim nächsten Netzwerktreffen am 13.11. in Grünstadt-Sausenheim
über die eingeleiteten Maßnahmen zu berichten. Darüber wird ein Monitoring stattfinden,
um die vereinbarten Einsparziele zu erreichen.

Der EA-Vorsitzende Ritter erklärte zum Abschluss des Wormser Netzwerktreffens, dass das
Projekt jetzt nach dem sechsten Treffen Halbzeitstand erreicht habe. Insgesamt seien bis
2021 12 Netzwerktreffen geplant. Neben den Besuchen bei den übrigen Unternehmen
werde es in der Restprojektzeit vor allem darum gehen, den Austausch intensiv zu pflegen,
um konsequent die Energieeinsparziele zu erreichen.

EA-Netzwerk grEEN Palatina tagte bei der TWL AG in Ludwigshafen

Zum 5. Netzwerktreffen des Energieeffizienz-Netzwerkes grEEN Palatina der Energie-
Agentur Speyer-Neustadt/Südpfalz (EA) hatte die TWL AG am 20. März nach Ludwigshafen
eingeladen. Zu Beginn begrüßten der EA-Vorsitzende Hans-Joachim Ritter und der
technische TWL-Vorstand Thomas Mösl die teilnehmenden Unternehmen in der Tagungsstätte
Freischwimmer GmbH. Ritter kündigte ein interessantes Netzwerktreffen an mit
interessanten Informationen über die Aktivitäten und Innovationen des gastgebenden
Unternehmens und einer Besichtigung des Batteriespeicherkraftwerks der TWL AG, die
geplante Beschlussfassung über eine Zielvereinbarung über die Energieeinsparung des
gesamten Netzwerkes sowie über Informationen zum geplanten Energiemonitoring sowie
Vorträge zu den Themen Lastmanagement und Energiewertstromanalyse.

Zoltan Meszaros, Bereichsleiter der TWL AG, informierte über das Hypridkraftwerk, das aus
einer Kombination einer Gasturbine und eines Batteriespeicherkraftwerks bestehe. Der
Wechsel von konventionellen Energien wie Kohle oder Gas hin zu erneuerbaren Energien
sei mit großen Herausforderungen verbunden. Die Einspeisung ins Stromnetz aus
erneuerbaren Energien schwanke stark in Abhängigkeit von Sonnenschein- und Windverhältnissen.
Eine zentrale Herausforderung der Energiewende sei die intelligente Vernetzung
von dezentraler Erzeugung und Verbrauchern sowie der kurzfristige Ausgleich von Netzschwankungen
durch flexible Anlagen. Die optimale Lösung, um das schwankende Angebot
von Sonnenschein- und Windstrom mit der Stromnachfrage zu verbinden, sei ein virtuelles
Regelkraftwerk, um erneuerbare Energien effizient in die Stromnetze zu integrieren. Um
kurzfristig die hochflexible Regelenergie gesichert bereitzustellen, habe die TWL AG rund 6
Millionen Euro für den Bau eines virtuellen Regelkraftwerkes, bestehend aus Batterie und
Gasturbinen, investiert. Ziel dieses Konzepts sei es, Stromnetze bei 50 Hertz stabil zu
halten, ohne dass Solar- oder Windkraftanlagen abgeschaltet werden müssen. Am
Nachmittag konnten sich die Teilnehmer im Rahmen einer Werksführung durch das
Kraftwerk von der modernen und äußerst effizienten Anlage überzeugen.

Im Mittelpunkt des Treffens stand der Beschluss über eine Zielvereinbarung des
Netzwerkes über die Energieeinsparziele. Ausgehend von einem Gesamtjahresenergieverbrauch
aller 10 Unternehmen (Daimler AG Mercedes-Benz, Grace GmbH, Pfalzmarkt für
Obst und Gemüse eG, PFW Aerospace AG, RONAL GmbH, Südzucker AG, TWL AG,
TEREX Cranes Germany GmbH, Wasgau Produktions- und Handels AG und Wellpappenfabrik
GmbH) von 1.714.382 MWh im Jahr 2017 haben diese Unternehmen einstimmig
beschlossen, bis zum Projektende im September 2021 4 % Energie einzusparen, also
68.575 MWh Energie und 18.022 Tonnen CO2. Dies würde einer Energiemenge (Wärme
und Strom) entsprechen, die 3.810 4-Personenhaushalte benötigen würden.

Zum Ausgleich eines CO2-Ausstoßes von 18.022 Tonnen CO2 müssten 1.442.000 Bäume
gepflanzt werden oder würde dem CO2-Ausstoß von 6.675 Mittelklasse PKWs mit einer
angenommenen Fahrleistung von 15.000 km entsprechen. Der Energieeinsparungsprozess
des Energieeffizienz-Netzwerkes grEEN Palatina der EnergieAgentur Speyer-Neustadt/
Südpfalz wird durch ein Ingenieurbüro aus Stuttgart begleitet, das ein Monitoring durchführt.
Bereits beim nächsten Netzwerktreffen am 10.7. in Worms werden die Firmen über die
bereits eingeleiteten Maßnahmen berichten.

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Dr. Franz Alt: „Sonne und Wind schicken uns keine Rechnung“

 

Anlässlich des 15-jährigen Bestehens der EnergieAgentur Speyer-Neustadt/Südpfalz (EA) der Stiftung für Ökologie und Demokratie e.V. fand am 16. November im vollen Victoria-Saal des Kommunikationszentrums der VR-Bank in Rülzheim eine Veranstaltung statt mit dem Journalisten und Buchautor Dr. Franz Alt zum Thema „Unsere Zukunft: Die 3 großen E: Energiesparen, Energieeffizienz und Erneuerbare Energien“.

Der Referent plädierte dafür, die regenerativen Energiequellen wie Sonne, Wind, Gezeitenenergie, Biomasse und Geothermie zu nutzen. „Wußten Sie, dass die Sonne an einem Tag 15.000 mal soviel Energie zur Erde schickt, wie alle Menschen an diesem Tag weltweit verbrauchen?“ fragte Franz Alt zu Beginn seines Vortrages. Und das Schönste sei die Tatsache, dass uns weder Wind noch Sonne Rechnungen schicken würden. Bei seiner Fahrt durch Rülzheim habe er festgestellt, dass hier noch viele Dächer ohne Solaranlage seien. In Deutschland gebe es überhaupt noch ein großes ungenutztes Solarpotenzial auf Dachflächen. Bis zum Jahr 2050 könne der gesamte Energieverbrauch aus erneuerbaren Quellen gespeist werden.  Der erneuerbare Energiemix würde sich dann wie folgt zusammensetzen: 50 % direkte Solarenergie, das heißt: solarer Wasserstoff, Solarzellen, Solarstrom und Solarwärme; 25 % Biomasse aus Schilfgras und Biogas aus landwirtschaftlichen Abfällen; 15 % Windenergie und 10 % Wasserkraft. Vor dem Hintergrund des nicht mehr bestreitbaren menschen-gemachten Klimawandels sei der Umstieg auf erneuerbare Energien äußerst wichtig, um die Zunahme der Erderwärmung zu verhindern. Auch werde die Abhängigkeit von ausländischen Energielieferanten verringert.

Zu Beginn der Veranstaltung hob der Stiftungsvorsitzende Hans-Joachim Ritter die Erfolge der zu Beginn des Jahres 2003 gegründeten EnergieAgentur Speyer-Neustadt/Südpfalz (EA)  hervor. Mit Hilfe des Bundesprogramms „Nationale Stadtentwicklungspolitik“ sei der Aufbau der EA mit Fördermitteln unterstützt worden, so dass es möglich wurde, dass 22 ideelle Netzwerkpartner (Kammern, Kommunen und gemeinnützige Vereine) sowie 33 fördernde Netzwerkpartner gewonnen werden konnten. Innovative EA-Netzwerkpartner haben Vorzeigeprojekte realisiert wie beispielsweise die energetische Sanierung der großen unter Denkmalschutz stehenden Kasernengebäude der ehem. Kaserne „Normand“ in Speyer mit einer Nutzfläche von insgesamt über 10.000 Quadratmetern. In einem anderen Wohnbaugebiet in Speyer, dem ehem. Schlachthofgelände, wurde in das ehem. Schlachthofgebäude ein 100.000-Liter-Behälter zur Warmwasserbereitung des gesamten Gebiets eingebaut. Große Solarparks in Speyer und Neustadt wurden unterstützt. Beim Thema „Windkraft“ haben die EA-Netzwerkpartner juwi, Pfalzwerke und Stadtwerke Speyer GmbH über 40 Windkraftanlagen im Tätigkeitsbereich der EA errichtet. Darüber hinaus fungiert die EA als ideeller Partner der Energie- und Baumesse Speyer. Seit Mitte 2017 werden im Rahmen des EA-Projekts grEEN Palatina 10 große energieintensive Unternehmen gecoacht, die insges. 1.700 GWh Energie für Strom, Wärme und Kälte verbrauchen. Für dieses Projekt habe die rheinland-pfälzische Umweltministerin Ulrike Höfken die Schirmherrschaft übernommen. Die EA-Energieberater Andrea Klein, Reinhard Klinkmüller und Carlo und Petra Urbano haben in den vergangenen 9 Jahren in Rülzheim und Offenbach regelmäßig für die Bevölkerung kostenlose Energie-Impuls-Beratungen angeboten.

Christian Bauchhenss, Regional-Direktor der VR-Bank, der die Veranstaltung unterstützte, beglückwünschte in seinem Grußwort die Stiftung zum 15 jährigen Bestehen der EA und wies darauf hin, dass die  VR-Bank eine eigene Energiegenossenschaft gegründet habe.

EA-Netzwerk grEEN Palatina will viel Energie einsparen

Das 4. Netzwerktreffen des Energieeffizienz-Netzwerkes grEEN Palatina der EnergieAgentur Speyer-Neustadt/Südpfalz (EA) fand am 7. November bei der Firma Südzucker im Werk Offstein statt, das sich genau auf der Grenze zwischen der Pfalz und Rheinhessen befindet. Der EA-Vorsitzende Hans-Joachim Ritter begrüßte die 10 teilnehmenden Unternehmen (Daimler AG Mercedes-Benz, Grace GmbH, Pfalzmarkt für Obst und Gemüse eG, PFW Aerospace AG, RONAL GmbH, Südzucker AG, TWL AG, TEREX Cranes Germany GmbH, Wasgau Produktions- und Handels AG und die Wellpappenfabrik GmbH).

Der leitende Ingenieur des Werks Offstein, Matthias Weibel, erläuterte ausführlich die geschichtliche Entwicklung der Zuckerfabrik, das Unternehmen und den Herstellungsprozess der verschiedenen Zuckerprodukte. Den Anfang nahm das Werk Offstein bereits im Jahre 1850 als der Offsteiner Landwirt Tobias Deiß eine Kartoffelzuckerfabrik und im Jahre 1870 eine Traubenzucker- und Stärkefabrik gründete, die er bald mangels geschäftlichem Erfolg wieder schließen mußte. Doch im Jahre 1883 erfolgte die Gründung einer AG zur Zuckergewinnung aus Zuckerrüben durch Tobias Deiß II mit dem Bankier Gottfried und Felix Herzfeld aus Hannover mit einer Investitionssumme von 477.200 Mark. Heute ist das Werk Offstein Teil der Südzucker-Gruppe mit 29 Fabriken und 2 Raffinerien weltweit. Im Jahr 2017 wurde pro Tag mit 18.673 Tonnen die höchste Menge von Zuckerrüben seit Firmengründung verarbeitet. 1806 Rübenanbauern liefern während der 120 Tage dauernde Kampagne insgesamt zwischen 1,9 bis 2,3 Millionen Tonnen Rüben. Daraus wird jährlich eine Zuckermenge von 300.000 bis 360.000 Tonnen erzeugt. Bei einem Betriebsrundgang konnten sich die Teilnehmer über die Produktionsweise des Unternehmens ausführlich informieren.

Die Energiekosten betragen ca. ein Drittel der jährlichen Gesamtkosten des Unternehmens. Deshalb hat Südzucker, wie auch die anderen Unternehmen des EA-Netzwerkes, ein großes Interesse, Energie einzusparen. Der jährliche  Energieverbrauch der 10 Unternehmen des Netzwerkes grEEN Palatina beträgt für Strom, Wärme und Kühlung rund 1.714 GWh. Deshalb gehen die Bemühungen dahin, möglichst viel Energie und damit Kosten einzusparen. Zur Grundlage der Einsparmöglichkeiten wurden durch das beauftragte Ingenieurbüro die Basisdaten und Einsparpotenziale für die einzelnen Firmen ermittelt. Die Vertreter der 10 Unternehmen waren sich einig, dass in der nächsten Netzwerksitzung im März 2019 die Einsparziele des Netzwerkes aufgrund der Einsparziele der Einzelunternehmen beschlossen werden sollen.

Weitere Themen waren kennzahlenbasierte Mess- und Zähleinrichtungen, des rheinland-pfälzische Förderprogramm EffCheck und die Vorstellung eines Computerprogramms über die Erfassung der Energieverbräuche und Steuerung.

EnergieAgentur Speyer-Neustadt/Südpfalz startet mit Energieeffizienz-Netzwerk grEEN Palatina in der Südpfalz

Am heutigen Dienstag,  24. Oktober 2017, fand im Rathaus der Stadt Landau die Auftakt-veranstaltung zum Energieeffizienz-Netzwerk grEEN Palatina der EnergieAgentur Speyer-Neustadt/Südpfalz statt. grEEN Palatina ist das erste Energieeffizienz-Netzwerk dieser Art in der Südpfalz.

Acht namhafte Unternehmen wie beispielweise RONAL GmbH, Landau, Grace GmbH, Worms, Pfalzmarkt für Obst und Gemüse eG, Mutterstadt, Terex Cranes Germany GmbH, Zweibrücken oder Wellpappenfabrik GmbH, Grünstadt, mit hohen Energieverbräuchen aus der Region werden 4 Jahre lang zusammenarbeiten, um eine außergewöhnlich hohe Energieeffizienz zu erreichen und gleichzeitig Ihre CO2-Emissionen erheblich zu reduzieren. Sie leisten damit einen aktiven und vorbildlichen Beitrag zum Klimaschutz.

Möglich werden diese Effekte durch einen intensiven Erfahrungsaustauch der betrieblichen Energieexperten, begleitet von einem Fachingenieur, der auf Industrieanwendungen spezialisiert ist. Das Netzwerk wird durch das Umweltkompetenzzentrum Rhein-Neckar e.V. (UKOM) professionell moderiert.

Die Bildung solcher Energieeffizienz-Netzwerke für Unternehmen basiert auf einer Vereinbarung der Bundesregierung mit 21 Wirtschaftsverbänden im Rahmen des Nationalen Aktionsplans Energieeffizienz (NAPE), um diese Netzwerke bundesweit zu etablieren.

Hans-Joachim Ritter, Vorsitzender der EnergieAgentur Speyer-Neustadt/Südpfalz (EA), begrüßte zu Beginn die Teilnehmer und eröffnete die Veranstaltung. Er nannte vor allem die Steigerung der Energieeffizienz und dadurch erzielte Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit als Hauptvorteile für die teilnehmenden Unternehmen bei grEEN Palatina. Der Landauer Oberbürgermeister Thomas Hirsch begrüßte die Tatsache, dass dieses Netzwerk zustande gekommen ist, als außerordentlich positiv. Als Schirmherrin des Projektes lobte die rheinland-pfälzische Umweltministerin und „Ökologia“ – Botschafterin der Ökologie 2017 – Frau Ulrike Höfken, die EA in ihrem Grußwort, die ein solches Projekt trage. Michael König, EA, auf dessen Initiative hin das Netzwerk gegründet wurde, stellte anschließend die Netzwerk-Methodik vor.

Windpark Hatzenbühl beim Windparkfestes offiziell eingeweiht

Am Samstag, den 29. Juli 2017, wurde der Windpark Hatzenbühl unseres EA-Netzwerkpartners Stadtwerke Speyer GmbH im Rahmen eines Windparkfestes offiziell eingeweiht. Es handelt sich um 5 Windkraftanlagen mit einer Narbenhöhe von 149 Metern mit einer Leistung von 3 MW, die den Energiebedarf von 8.600 Einfamilienhäusern decken können.
In seiner Rede hob der EA-Vorsitzende Hans-Joachim Ritter hervor, dass seit der Errichtung des Windparks Bellheim im Jahre 2003 in unserer Region bis jetzt von unseren EA-Netzwerkpartnern insgesamt 39 Windanlagen mit einer Gesamtleistung von nahezu 70 MW errichtet wurden. Damit haben wir mit unseren Partnern allein durch die Windkraftaktivitäten bereits einen deutlichen Beitrag für die Energiewende und für den Klimaschutz erbracht.

EA beim „Tag der offenen Tür“ beim Heizkraftwerk Rülzheim mit Info-Stand präsent

Beim „Tag der offenen Tür“ beim Heizkraftwerkes Rülzheim am 29. April 2017 anlässlich des Abschlusses der Modernisierung der Fernwärmeversorgung Rülzheim nach zweieinhalb jähriger Bautätigkeit war auch die EnergieAgentur Speyer-Neustadt/Südpfalz (EA), Projekt der Stiftung für Ökologie und Demokratie e.V., mit einem Info-Stand vertreten.

Die reinen Baukosten des neuen Kraftwerks, das die Fernwärmeversorgung Rülzheims nachhaltig sichern soll, belaufen sich nach Angaben des Werkleiters Johannes Klawe auf 4,8 Millionen Euro netto. Es erzeugt über die Blockheizkraftwerke eine Wärmeleistung von 2 x 850 Kilowatt sowie über die Heizkessel von 2 x 4.200 Kilowatt Energie. Neben dem neuen Kraftwerk wurde auch das Leitungsnetz modernisiert. Insgesamt verfügt Rülzheim über 13.613 Trassenmeter (entspricht einer Leitungslänge von 27,226 Kilometern) Leitungsnetz. Davon sind 3.160 Meter Hausanschluss-Leitungen.

Die EA-Energiemanagerin Andrea Klein und EA-Energiemanager Reinhard Klinkmüller betreuten den Info-Stand der EA und informierten die Interessenten über die kostenlose Energieberatung der EA in Rülzheim. Diese finden in diesem Jahr noch statt am 29.6., 26.10. und 30.11., jeweils zwischen 16:00 und 18:00 Uhr, jeweils eine halbe Stunde. Darüber hinaus gaben sie konkrete Tipps und Ratschläge zur Energieeinsparung an Gebäuden.