Nahwärmeversorgung auf der Basis einer Holzhackschnitzel-Heizung und Solarthermie im Quartier „Normand“ in Speyer

Die EnergieAgentur Speyer-Neustadt/Südpfalz hatte seit ihrer Gründung im Jahre 2003 das Ziel, im Bereich der südlichen  Vorderpfalz zwischen Pfälzer Wald und Rhein sowie zwischen Speyer – Neustadt und der französischen Grenze mit Netzwerkpartnern Best-Practice-Projekte im Bereich der Energieeffizienz und Erneuerbaren Energien zu realisieren. Die Stadt Speyer,  eine der ältesten Städte Deutschlands mit einer 2000 Jahre alten Geschichte blickt nicht nur in die Vergangenheit, sondern hat die Herausforderungen der Gegenwart bereits früh erkannt, ist dabei ein wichtiger Partner. Gemeinsam mit den Stadtwerken Speyer GmbH, der städtischen Wohnungsbaugesellschaft GEWO sowie der Firma Osika GmbH konnte im Quartier „Normand“ ein beispielgebendes regeneratives Energiekonzept realisiert werden.
Ein zentrales Projekt der Klimaschutzanstrengungen der Stadt Speyer ist das Projekt Regeneratives Energiekonzept im Sanierungsgebiet „Ehemalige Kaserne Normand“. Mitte der neunziger Jahre wurde die mitten im Stadtgebiet gelegene Kaserne mit einer Fläche von etwa 13 ha von der französischen Armee aufgegeben und stand in der Folge einige Jahre leer.
Bereits Ende der 90er Jahre reifte bei der Stadt der Gedanke, nicht nur ein „normales“ Konversionsprojekt umzusetzen, sondern im Bereich der energetischen Anforderungen Meilensteine zu setzen. So konnte im Jahr 2000 im Rahmen des von der Europäischen Union geförderten ALTENER PROJEKTES 99-450 Speyer eine umfassende, zukunftsorientierte Energiekonzeptstudie erstellt werden. Ein Teil der Kasernengebäude stand unter Denkmalschutz und sollte erhalten bleiben. Die restlichen Gebäude im Zentrum des Gebietes wurden abgerissen und die Fläche neu überbaut. Insgesamt umfasst das Projekt ca. 45 000 m² Wohn- bzw. Nutzfläche aufgeteilt in ca. 320 Wohnungen, Büros, Dienstleistung, Ateliers und ein Altenwohnheim.